Ausbildung Ortskunde Güterbahnhof zu Fuß Teil 1

Am 23.04.2026 fand eine weitere Ausbildungseinheit der Feuerwehr ÖBB statt. Im Rahmen dieser Übung wurde der erste Teil der Ortskundeausbildung am Güterbahnhof Wolfurt durchgeführt.

Zu Fuß erkundeten die teilnehmenden Kameradinnen und Kameraden einen Großteil des weitläufigen Areals, um sich einen möglichst genauen Überblick über die örtlichen Gegebenheiten zu verschaffen. Besonderes Augenmerk lag dabei auf den Wasserentnahmestellen, welche begutachtet und auf ihre Funktion überprüft wurden.

Ebenso wurden die vorhandenen Brandmeldeanlagen (BMA) inklusive der zugehörigen Feuerwehrbedienfelder besichtigt, um im Einsatzfall eine rasche und sichere Bedienung gewährleisten zu können. Darüber hinaus wurden wichtige Zugänglichkeiten, Zufahrtsmöglichkeiten sowie potenzielle Gefahrenstellen im gesamten Gelände aufgezeigt und besprochen.

Diese praxisnahe Ausbildung stellt eine wichtige Grundlage für einen reibungslosen und effizienten Einsatzablauf dar und trägt maßgeblich zur Sicherheit im Einsatzgebiet bei.

Einsatz 032 – Bludenz, ÖBB TS Bludenz – BMA hat ausgelöst

Alarmierung: 23.04.2026 um 14:45 Uhr – Stichwort: f14

Die Feuerwehr ÖBB wurde um 14:45 Uhr gemeinsam mit der örtlich zuständigen Feuerwehr Bludenz gemäß Alarmplan zu einem Einsatz in die Mokrystraße zu den ÖBB TS Bludenz alarmiert. Noch vor Ausfahrt der FW ÖBB wurde über Funk Kontakt mit der Feuerwehr Bludenz aufgenommen. Nach Rücksprache wurde von einem Einsatz und einer Ausfahrt der FW ÖBB abgesehen und der Einsatz für die FW ÖBB wieder beendet.

Einsatz 031 – Hard, ÖBB Haltestelle Hard/Fußach – Person in Wartehalle eingeschlossen

Alarmierung: 18.04.2026 um 16:14 Uhr – Stichwort: t2

Die Feuerwehr ÖBB wurde um 16:14 Uhr gemeinsam mit der örtlich zuständigen Feuerwehr Hard zu einem Einsatz bei der ÖBB Haltestelle Hard/Fußach alarmiert. Beim Eintreffen am Einsatzort war die Person durch die Feuerwehr Hard bereits befreit. Die Aufgaben der Feuerwehr ÖBB beschränkten sich deshalb auf das Abklären mit ÖBB internen Stellen und der Alarmierung des ÖBB technischen Dienstes zur Überprüfung der Türe.

Im Einsatz standen: FW ÖBB mit KEF sowie die Feuerwehr Hard

Teilnahme an den Fachvorträgen der Feuerwehr Rankweil

Am 18.04.2026 nahmen interessierte Kameraden der Feuerwehr ÖBB an den von der Feuerwehr Rankweil organisierten Fachvorträgen teil. Die Veranstaltung bot spannende Einblicke in aktuelle Einsatzszenarien sowie in die Herausforderungen moderner Gefahrenlagen.

Im Rahmen der Vorträge wurden folgende Themen behandelt:

Den Auftakt machte ein Bericht über einen MANV (Massenanfall von Verletzten) bei einem Großbrand in Konstanz am 25.07.2024, vorgetragen von KDT-Stv. Heiko Auer von der Feuerwehr Konstanz. In der dicht bebauten Altstadt brach in der Nacht ein Brand in einem Wohn- und Geschäftsgebäude aus, der sich rasch auf mehrere Gebäude ausbreitete, zahlreiche Personen evakuiert werden mussten und über 200 Einsatzkräfte mehrere Tage im Einsatz standen. Dabei wurden insbesondere die Abläufe bei einem Massenanfall von Verletzten sowie die Zusammenarbeit der eingesetzten Organisationen beleuchtet.

Anschließend folgte ein Vortrag zum Starkregenereignis in Verbindung mit einem Eisenbahnunfall in Riedlingen am 27.07.2025. Notfallmanager Eike Krapf von DB Regio schilderte eindrucksvoll die besonderen Herausforderungen bei der Bewältigung von wetterbedingten Schadenslagen im Bahnbereich. Nach heftigen Regenfällen kam es zu einem Erdrutsch, der die Gleise verschüttete und zur Entgleisung eines Regionalzuges führte, wobei mehrere Menschen ums Leben kamen und zahlreiche verletzt wurden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema „MANV in Vorarlberg – wo stehen wir?“. Paul Kräutler, KAT-Referent des Österreichischen Roten Kreuzes Vorarlberg, gab dabei einen Überblick über den aktuellen Stand sowie über zukünftige Entwicklungen im Bereich der Großschadensbewältigung.

Den Abschluss bildete der Vortrag „Blackout – Realität statt Theorie“ von Carlos Silva, Kommandant Stv. der Berufsfeuerwehr Braga. Anhand von realen Ereignissen und Szenarien wurde aufgezeigt, wie es durch Kettenreaktionen im Stromnetz zu großflächigen Ausfällen kommen kann, bei denen innerhalb kürzester Zeit ganze Regionen oder Länder ohne Stromversorgung sind. Die Folgen reichen dabei von Ausfällen kritischer Infrastruktur wie Kommunikation, Verkehr und Wasserversorgung bis hin zu erheblichen Einschränkungen im täglichen Leben. Dabei wurde eindrucksvoll vermittelt, wie wichtig eine umfassende Vorbereitung sowie eine enge Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen für den Ernstfall sind.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Fachausstellung, bei der diverse Sondereinsatzmittel aus dem gesamten Bundesland Vorarlberg präsentiert wurden.

Die Teilnahme an diesen Fachvorträgen bot den Kameraden der Feuerwehr ÖBB eine wertvolle Gelegenheit zur Weiterbildung sowie zum Erfahrungsaustausch über Landesgrenzen hinweg.

Ein besonderer Dank gilt den Kameraden der Feuerwehr Rankweil für die hervorragende Organisation und Durchführung dieser informativen und gelungenen Veranstaltung.

Einsatz 030 – Hohenems, Bahnhof Hohenems – techn. Hilfeleistung

Alarmierung: 12.04.2026 um 21:04 Uhr – Stichwort: t1

Die Feuerwehr ÖBB wurde um 21:04 Uhr von der ÖBB Leitstelle Salzburg zu einer technischen Hilfeleistung zum Bahnhof Hohenems alarmiert. Nach rund 25 Minuten konnte der Einsatz wieder beendet werden.

Im Einsatz stand: KDO 2

1. Gerätewartetag am 11.04.2026

Am 11.04.2026 führte die Feuerwehr ÖBB erstmals den neu eingeführten Gerätewartetag durch. Ziel dieses Tages ist es, sämtliche in den Fahrzeugen, auf Rollcontainern sowie im Gerätehaus gelagerten Geräte einer umfassenden Funktionsprüfung zu unterziehen. Dabei werden die Geräte nicht nur kontrolliert, sondern auch aktiv betrieben, um ihre Einsatzbereitschaft sicherzustellen und bewegliche Teile in Funktion zu halten.

Erfreulicherweise konnten im Zuge der Überprüfungen nur wenige Mängel oder Defekte festgestellt werden. Diese wurden umgehend behoben oder entsprechende Reparaturen in die Wege geleitet.

Ein besonderer Dank gilt den rund 10 Kameraden, die ihren gesamten Samstag für diesen wichtigen Tag geopfert haben. Dieses Engagement ist keineswegs selbstverständlich und zeigt einmal mehr den hohen Einsatz und die Verlässlichkeit innerhalb der Mannschaft.

Ein weiterer Gerätewartetag ist bereits für den Herbst geplant. Künftig sollen diese in regelmäßigen Abständen stattfinden. Dadurch wird sichergestellt, dass die von der ÖBB zur Verfügung gestellten Geräte eine lange Lebensdauer erreichen und jederzeit einsatzbereit sind.